Den Looping-Flieger falten
Auch bekannt als: Looper
Dieser Flieger ist nicht für Weite gebaut, sondern für ein Kunststück. Sein Gewicht sitzt in einem dicken, mehrfach umgeschlagenen Balken an der Vorderkante, die Flügel sind kurz und breit. Wirft man ihn steil nach oben, zieht er oben durch und fliegt einen Looping. Er ist der Flieger, mit dem man Kinder überzeugt.
- Weite
- Flugzeit
- Tempo
- Kunstflug
Gut für: Drinnen mit hoher Decke, in der Turnhalle, draußen bei wenig Wind.
Die Anleitung
Talfalte: nach hinten knicken Bergfalte: nach vorne knicken schon vorhandener Falz
Das Blatt quer vor dich legen. Die obere Kante etwa zwei Fingerbreit nach unten umschlagen und den Falz fest andrücken.
Den umgeschlagenen Streifen noch einmal in gleicher Breite nach unten falten.
Ein drittes Mal falten. Vorne liegt jetzt ein dicker, schwerer Balken, er ist das Gewicht, das den Looping erzeugt.
Den Flieger in der Mitte längs nach hinten zusammenklappen, der schwere Balken bleibt außen.
Beide Flügel nach unten falten, etwa einen Zentimeter über dem Kiel. Ab hier von der Seite gesehen.
Zum Schluss die Hinterkanten beider Flügel einen halben Zentimeter nach oben biegen. Diese kleine Aufwärtsbiegung macht den Looping. Steil nach oben werfen.
Tipps
- Steil nach oben werfen, etwa im Winkel einer halben Treppe. Waagerecht geworfen fliegt er nur ein paar Meter und kippt.
- Kein Looping? Die Hinterkanten stärker nach oben biegen. Zu viel Biegung lässt ihn dagegen sofort überschlagen.
- Die Faltbreite vorne bestimmt alles: mehr Lagen heißt mehr Nasengewicht und ein engerer Looping.
- Fliegt er eine Kurve statt eines Loopings, ist eine Flügelhinterkante stärker gebogen als die andere.
Warum er so fliegt
Ein Looping entsteht, wenn der Flieger schneller dreht als er fällt. Die hochgebogenen Hinterkanten wirken wie das Höhenruder eines Flugzeugs: Sie drücken das Heck nach unten und die Nase nach oben. Solange die Geschwindigkeit hoch genug ist, zieht der Flieger dadurch einen Kreis. Der schwere Balken vorne sorgt dafür, dass er dabei nicht ins Trudeln gerät, sondern die Drehung sauber zu Ende führt und danach wieder in den Geradeausflug findet.
Mehr dazu, warum ein Blatt Papier überhaupt fliegt, steht unterPhysik des Papierfliegers.
Andere Modelle
- Der Gleiter: bleibt am längsten in der Luft
- Der Pfeil: fliegt am schnellsten, der Klassiker
- Der Nakamura-Lock: fliegt am weitesten und hält seine Form