Der Gleiterauch: Stumpfnase
Breit, langsam und gutmütig. Bleibt am längsten in der Luft und ist der beste Flieger für drinnen und für kleine Kinder.
- Weite
- Flugzeit
- Tempo
- Kunstflug
Ein Blatt Papier, ein paar Falze, fertig. Hier findest du Faltanleitungen mit jedem Schritt einzeln gezeichnet und nachgerechnet. Ohne Schere, ohne Kleber, aus einem einzigen Blatt A4.

Papierflieger sind ein Kompromiss zwischen zwei Dingen: Gewicht vorne und Fläche hinten. Viel Gewicht in der Nase heißt schnell und weit, aber kurz. Viel Flügelfläche heißt langsam und lange, aber nicht weit. Kein Modell kann beides, und deshalb lohnt es sich, vor dem Falten zu wissen, was man eigentlich will.
Breit, langsam und gutmütig. Bleibt am längsten in der Luft und ist der beste Flieger für drinnen und für kleine Kinder.
Der Klassiker: schmal, schnell und in wenigen Minuten gefaltet. Braucht einen kräftigen Wurf und viel Platz.
Kurz, breit und kopflastig. Richtig geworfen fliegt er einen vollen Looping und kommt fast dorthin zurück, wo er gestartet ist.
Stumpfe Nase, breite Flügel und ein Falz, der alles zusammenklemmt. Der weiteste und stabilste Flieger hier, dafür der anspruchsvollste.
Vier Modelle, vier Bauprinzipien: Fläche beim Gleiter, Nasengewicht beim Pfeil, ein kopflastiger Balken beim Looping-Flieger und ein Verriegelungsfalz beim Nakamura-Lock. Mehr Modelle heißt von hier an vor allem mehr Varianten dieser vier.
Normales Druckerpapier in DIN A4 mit 80 g/m² ist für alle Anleitungen hier die richtige Wahl, und zwar nicht aus Bequemlichkeit: Dünneres Papier hält den Falz nicht und die Flügel schlagen im Flug, dickeres lässt sich an der Nase nicht mehr sauber in mehreren Lagen falten.
Kariertes oder liniertes Papier funktioniert genauso gut wie weißes. Finger weg dagegen von Zeitungspapier (es reißt an den Falzen) und von Fotopapier, das zu steif ist.
Fast alle Probleme haben eine von drei Ursachen, und alle drei lassen sich in zehn Sekunden beheben.
Der Nakamura-Lock. Seine stumpfe Nase hält den Schwerpunkt auch dann vorne, wenn er langsam geworden ist, und der Verriegelungsfalz hält die Flügelwurzel geschlossen. Der Pfeil ist schneller und in der halben Zeit gefaltet, sackt am Ende des Fluges aber weg. Wer nur einen Flieger falten will und Sorgfalt mitbringt, nimmt den Nakamura-Lock.
Der Gleiter. Große Flügelfläche und wenig Gewicht ergeben einen langsamen Sinkflug, dafür kommt er nicht weit. Weite und Flugdauer sind bei Papierfliegern ein Gegensatz: Was das eine verbessert, verschlechtert das andere.
Beides ist richtig und meint dasselbe. Papierflieger ist im Sprachgebrauch häufiger, Papierflugzeug etwas förmlicher. Wer aus Papier ein Flugzeug faltet, kann beides sagen.
Für keines der Modelle hier. Alle entstehen aus einem einzigen Blatt durch reines Falten. Das ist Absicht: Ein Flieger, für den man erst Werkzeug suchen muss, wird nicht gefaltet.
Mehr dazu bei den einzelnen Modellen:Gleiter,Pfeil,Looping-Flieger undNakamura-Lock, dazu dieWeltrekorde und diePhysik dahinter.